Nano ist ein knapp 11 Jahre alter Boxer-Mix, den wir aus der Tierrettung geholt haben. Wir besitzen ihn seit Ende April 2021, er war der Grund, wieso wir uns für dieses Vorhaben entschieden haben.
Nano hat ein muskuläres Problem am linken Auge, seine linke Vorderpfote ist mächtig lädiert, die Arthrose macht leichte Probleme und die Bauchspeicheldrüse erzwingt spezielles Futter. Sonst ist er typisch Boxer, geht kaum einer Rauferei aus dem Weg, ist mit Rüden unverträglich und bei Weibchen ist es schwierig, aber nicht unmöglich.
Zuhause ist er einer der liebsten Hunde, die wir kennen, zuweilen etwas dickköpfig, aber respektiert seine Besitzer (uns) und lässt sich von uns im Ernstfall auch auf links drehen. Seine Lebensfreude lässt er nur allzu gern an seinen Spielzeugen aus, auch, wenn wir aufgrund der Arthrose und der lädierten Bänder im rechten Hinterbein keinen Ball mehr werfen dürfen.
Edit 07.12.2021: Heute mussten wir Nano unerwarteterweise gehen lassen. Da er sich gestern Abend bei unserer Waldrunde bei einer typisch prolligen Rüdenaktion (man scharrt seinen Mist noch angeberisch nach hinten weg) das LINKE Kreuzband zerrissen hat, haben wir in Einklang mit unserer Tierärztin die schwere Entscheidung getroffen ihn gehen zu lassen. Mit zwei geschroteten Hinterläufen war ein stabiles Vorwärtskommen nicht mehr möglich, das rechte Bein noch nicht zu 100% belastbar und das linke dann völlig hin. Morgens direkt zum Tierarzt, die ernüchternde Diagnose bekommen, alle Möglichkeiten nebst Gefahren und Strapazen für den Hund abgeklärt, das ließ nur die eine Entscheidung zu: Wir lassen ihn gehen.
Er war definitiv einer der geilsten Hunde, die ich jemals kennengelernt habe, streckenweise die absolute Ruhe selbst, zuhause absolut lieb und freundlich, draußen mit einer Art "Beschädigungsabsicht" (wie Dobby aus Harry Potter sagte:"Dobby wollte niemals töten, nur verstümmeln.... oder sehr schwer verletzen!")
Ganz so krass war es jetzt zwar nicht, aber er war schon ein ziemlicher Leinenpöbler. Wir kamen damit klar und hoffen, daß wir ihm das Leben etwas versüßen konnten.


